Schreiner - Deutsch
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Damit wir uns besser verstehen...

...habe ich dieses Vokabular angelegt. Es ist noch längst nicht erwachsen, aber irgendwo muss man ja anfangen. Die hier aufgeführten Begriffe sind in den vielen Texten auf meiner Seite jeweils unterpünktelt. Wenn sie mit der Maus darüber fahren, erhalten sie bereits so eine Erklärung.
Mein Ziel ist eine möglichst knappe und allgemein vertändliche Erklärung der manchmal doch recht kryptischen Begriffe - wissen Sie, was eine Fensterolive ist? Wenn Sie Lust auf mehr haben, folgen sie den jeweiligen Links, die auf fremde Webseiten (zumeist Wikipedia) führen.

A

AUBI

dt. Beschlaghersteller, heute zu Siegenia gehörig.

B

Beschläge

Beschlag ist der Oberbegriff für alle, meist metallischen Bauteile, die an eine Tür oder ein Fenster geschraubt werden. Sie ermöglichen erst die vielfältigen Funktionen wie Öffnen und Schließen durch Drehen, Kippen, Schwenken oder Schieben. Die geläufigsten Hersteller für Fensterbeschläge sind Roto, Siegenia (Si), Maco, GU, Aubi*, Weidtmann*. (*) nicht mehr auf dem Markt, aber Ersatzteile noch zumindest teilweise erhältlich.

BKS

dt. Beschlaghersteller, heute Teil von G-U.

Blendrahmen

Der Blendrahmen (ugs. Fensterstock) ist jener Teil eines Fensterelements, der fest mit dem Mauerwerk verbunden ist.

Brüstungsfugen

Dort wo sich zwei Rahmenhölzer treffen, stoßen Hirnholz und Längsholz aufeinander. Dies ist der kritischste Bereich an Holzrahmen. Wenn diese Fuge "aufmacht", zieht Feuchtigkeit besonders in das Hirnholz. Man unterscheidet zwischen offenen, sichtbaren und geschlossenen, flächenbündigen Brüstungsfugen. Leztere sind v.a. bei Altbaufenstern zu finden.

E

Eckband

Das Eckband ist jenes untere Scharnier an einem Fenster, dass immer das Fenster festhält, egal ob Sie es aufdrehen oder -kippen.

Eckbänder

Das Eckband ist jenes untere Scharnier an einem Fenster, dass immer das Fenster festhält, egal ob Sie es aufdrehen oder -kippen.

Ecklager

Das Ecklager oder Eckband ist jenes untere Scharnier an einem Fenster, dass immer das Fenster festhält, egal ob Sie es aufdrehen oder -kippen.

Eckumlenkung

Die Eckumlenkung ist ein zentraler Teil eines modernen Fensterbeschlags.Hier wird die Hebelbewegung vom Fenstergriff über Eck an die oberen Beschlagteile und evtl. noch weiter auf die dem Fenstergriff gegenüberliegende Seite umgelenkt. Eckumlenkungen sind besonders starken Belastungen ausgesetzt. Sie müssen gut geschmiert sein und brechen bei schlecht eingestellte Fenster früher oder später - besonders bei Weidtmann- und älteren Roto-Beschlägen.

F

Falle

Jener Teil an einem Türschloß, der durch Betätigen der Türklinke (Türdrücker) bewegt wird.

Falzluft

Bezeichnet den Abstand zwischen Flügel und Rahmen bei geschlossener Tür (meist 3mm) und geschlossenem Fenster (3 mm im Altbau, 4 mm oder 12 mm bei modernen Fenstern).

Fensterfalz

Allgemein bezeichnet Falz eine stufenförmige Fräsung im Holz. Fensterflügel und Blendrahmen sind meist rundum mit zwei bis drei solcher Stufen versehen.

Fensterflügel

Fensterflügel kann man kippen, drehen, schieben oder schwenken. <-> Blendrahmen oder Fensterstock

Fensterkitt

Traditionell eine Mischung aus Schlämmkreide und Leinölfirnis zum Einglasen von Einfachglas. Darf erst nach ca. 3 - 4 Wochen überstrichen werden (Leinölfarben können bereits nach Hautbildung aufgetragen werden).

Fensterolive

Synonym für Fenstergriff und somit nichts für Feinschmecker.

Fensterstock

Der Fensterstock oder Blendrahmen ist jener Teil eines Fensterelements, der fest mit dem Mauerwerk verbunden ist. <-> Fensterflügel

Festverglasung

Ein Glas oder Isolierglas, eingesetzt in einen nicht beweglichen Rahmen. Gern benutzt als Unterlicht bei Küchenfenstern oder bei großen Glasfronten.

Fräsen

Nuten, Fälze, Profile, Mulden oder Löcher werden heute gefräst. Früher benutzte man dazu verschiedene Handhobel oder Stechbeitel.

G

G-U

Gretsch-Unitas, dt. Beschlaghersteller. Im Münchner Raum nicht so häufig, außer es geht Schiebe-Kipp-Beschläge und Oberlichtöffner. Gute Ersatzteilversorgung. Aber lausige Dokumentation/Einbauanleitungen.

Getriebe

Die Mechanik, die die Drehbewegung am Fenstergriff in eine Schubbewegung umsetzt. Besteht im Grunde nur aus einem Zahnrad und einer Zahnstange. Gibt v.a bei älteren Siegenia- Beschlägen gerne mal den Geist auf.

Glasfalz

In den Glasfalz werden die Gläser gelegt und dann mit Glashalteleisten (bei Isolierglas), oder Fensterkitt (bei Einfachverglasungen) fixiert. Allgemein bezeichnet Falz eine stufenförmige Fräsung im Holz.

H

Hirnholz

Bezeichnet die Schnittfläche quer zur Holzfaser. Unter dem Mikroskop wie ein Bündel Strohhalme. Muss im Außenbereich besonders geschützt werden.

Holzfeuchte

Bezeichnet den relativen Wasseranteil im Holz. Sollte im Außenbereich nicht über max. 15% liegen (Grenzwert für Lackauftrag). Ab ca. 22% doht Schädlingsbefall. Zwischen 0% und 30% HFquillt das Holz um bis zu 10% in der Breite! Mehr auf Wikipedia.

Hygrometer

Messgerät zum Bestimmen der Luftfeuchtigkeit, also des Wassergehalts in der Luft.

I

Isolierglas

eigentlich Wärmedämmverglasung, bestehend aus zwei oder mehr Scheiben, die luftdicht mit einander verbunden sind, meist mit einer Gasfüllung in den Scheibenzwischenräumen. Bei Wikipedia erfahren Sie mehr.

K

K-Wert

richtiger: Wärmedurchlasskoeffizient. Gibt an, wie viel Wärmeenergie bei einem Temperaturunterschied von 1 Kelvin durch eine 1 m² große Materialschicht fließt. Bei Zweischeiben- Isolierglas gilt heute ein k-Wert von 1,1 W/(m²*K) als Standard. Durch Mehrfachverglasungen lässt sich dieser Wert auch auf < 0,7 drücken. Vor zwanzig Jahren war noch ein Wert von 3,5 Standard.

L

Leinölfarbe

Leinöl ist nicht nur ein Naturprodukt, frei von Lösungsmitteln  sondern hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber konventionellen Lacken: Es gründet im Holz, imprägniert es zugleich. Konventionelle Kunstharz- oder wasserbasierte Lacke liegen immer nur auf dem Holz und halten so gut, wie der Untergrund vorbereitet ist.
Mehr dazu auf Wikipedia.

Luftfeuchtigkeit

Je wärmer Luft ist, desto mehr Wasser kann sie enthalten. Wikipedia schreibt hierzu: <<ein Kubikmeter Luft (kann) bei 10 °C maximal 9,41 g Wasser aufnehmen. Die gleiche Luftmenge nimmt bei 30 °C schon 30,38 g Wasser auf und bei 60 °C sind es schon über 100 g Wasser.>> Darum ist Lüften im Winter so effektiv.Viel Feuchte Luft geht raus und viel trockene Luft herein.

M

Maco

österr. Beschlaghersteller. Gut und in Süddeutschland recht verbreitet. Gute Ersatzteilversorgung.

N

Nähmaschinenöl

eigentlich: Feinmechanik- Öl, das nicht verharzt. (Ballistol, WD40, Caramba, oder die kleinen Plastikfläschchen mit roter Tülle)

Nuss

Fensteroliven und Türgriffe sind über einen Vierkant- Stift mit dem Getriebe oder Schloß verbunden. Dieser Vierkant steckt mit der einen Seite im Griff, mit der anderen in der Nuss.

Nut

Eine Rille oder Rinne im Holz, eingefräst oder gesägt. Meist wird hier etwas reingesteckt, etwa Dichtungen oder Holzfedern.

O

Oberlicht

Ein Fensterflügel, meist zum Kippen über dem eigentlichen Fensterflügel. Sehr praktisch zum Dauerlüften.

Oberlichtöffner

Ein Beschlag, der es ermöglicht, Oberlichten zu bedienen, ohne auf einen Stuhl zu steigen. Gibt es mit Hebel- oder Kurbelantrieb. Sehr praktisch.

R

Regenschiene

Modernere Fenster haben als Aufnahme für in die Fälze eindringendes Regenwasser eine Aluminiumschiene auf dem unteren Querfries des Fensterstocks. In dieser sind Ablaufschlitze, die gerne verstopfen.

Riegel

Jener teil am Türschloß, der nur durch eine Drehung des Schlüssels bewegt werden kann. (Oben ist die Falle, unten meist der Riegel.)

Roto

dt. Beschlaghersteller. Gehört mit Siegenia zu den verbreitetsten Beschlägen. Gute Ersatzteilversorgung.

S

Schalldämmglas

Die Dicke der Scheiben ist der entscheidende Faktor, wie gut ein Glas Schall schluckt. Isolierverglasungen mit Schallschutzeffekt haben außenseitig eine 6 - 10 mm starke Scheibe, statt der üblichen 4 mm einer normalen Isolierverglasung. So entstehen extrem hohe Flügellasten.

Schere

Als Schere bezeichnet man jenen kurzen Arm meist oben am Fensterflügel, der beim Kippen als Anschlag dient. Meist besteht er aus einem langen und einem kurzem Arm. Der kurze Arm ist i.d.R. mit dem langem vernietet (fest verbunden).

Scherenlager

An einem Kippfenster gibt es dieses "Gestänge", die sog. Schere, diedas Fenster im gekippten Zustand hält. Die Schere ist wiederum über das Scherenlager mit dem Fensterstock verbunden. Bei viel genutzten Balkontüren häufig sehr verschlissen, kann zum Herausflllen der Türe führen!

Schlagleiste

Eine Leiste, die die Fuge zwischen zwei Fensterflügeln verdeckt - meist eine innere und eine äußere Schlagleiste.

Schließblech

Schließbleche (oder Schließplatten) sind metallische Bauteile im -> Fensterstock, in die ein Riegel oder Zapfen hineinschlupft. Häufig einseitig stark abgenutzt, was zu verringertem Anpressdruck und so zu Undichtigkeiten führt.

Schließplatten

Schließplatten (auch Schließbleche) sind metallische Bauteile im -> Fensterstock, in die ein Riegel oder Zapfen hineinschlupft. Häufig einseitig stark abgenutzt, was zu verringertem Anpressdruck und so zu Undichtigkeiten führt.

Siegenia

dt. Beschlaghersteller. Kürzel auf den Beschlägen <si>. Neben Roto am verbreitetsten. Gute Ersatzteilversorgung.

T

Taupunkt

Als Taupunkt bezeichnet man jene Temperaturdifferenz zwischen einer kalten Fläche und der Umgebungsluft, die zur Kondensation der Luftfeuchtigkeit auf dieser Fläche führt. Daumen mal Pi: 13°C Temperaturunterschied führen zu Beschlag.

Türbänder

werden im Alttag als Türscharniere bezeichnet.

U

Unterpünktelt

Auf meiner Webseite sind alle hier beschriebenen Begriffe unterpünktelt dargestellt. Bleiben Sie auf diesem Begriff mit der Maus, klappt ein kleienes Fenster mit der Begriffserklärung auf.

V

Verklotzen

Das Glas in Fensterflügeln soll möglichst nur nahe dem Eckband auf dem unteren Querfries aufstehen. Hierzu wird es auf ein Klötzchen aus Kunststoff oder Holz gestellt und mit weiteren drei Klötzen im Rahmen fixiert. Mehr dazu hier.

W

Weidtmann

war ein dt. Beschlaghersteller. 1989 Übernahme der Wilhelm Weidtmann GmbH & Co KG durch die Roto Frank AG. Roto liefert einige wenige, sehr teure Ersatzteile, besonders Eckumlenkungen.

Wetterschenkel

Bei Altbaufenstern die Nasen am unteren Querfries. Sie sollen das am Flügel herunter rinnende Regenwasser möglichst vom unteren Festerfalz fern halten. Gerne verwittert.