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Der Fünf-Punkte-Plan

Die Sanierung von Altbaufenstern und vernachlässigten neueren Fenstern gliedert sich in fünf Bereiche, die wir auch schrittweise angehen können:

  • Verbessern der Wärmedämmung
    Durch den Austausch der Einfachverglasung gegen spezielles Isolierglas oder den Austausch des alten Isolierglas gegen modernes mit wesentlich besseren Dämmwerten.
  • Schutz vor Bewitterung
    Hier ist eine intakte Außenhaut erfordelich, die auf ebenso intakten Holz gründen muss. Ausbesserungsarbeiten am Holz und meist ein kompletter Neuaufbau der Oberfläche, vorzugsweise unter Verwendung von Leinölfarbe, Austausch allen brüchigen Fensterkitts oder der Silikonverfugung und gesprungener Gläser, sowie die Erneuerung der Verfugung an Mauerwerk und Fensterbleche sind hier gefragt. Sie merken schon, hier liegt die meiste Arbeit begraben.
  • Winddichtigkeit
    Diese läßt sich recht unaufwändig durch das Anbringen von eingefrästen Silikonschlauchdichtungen auf der inneren Flügelebene erreichen, bzw. durch den Austausch der bestehenden Dichtungen.
  • Bedienbarkeit
    Die Fensterflügel sollen leicht schließen, also müssen so manche Beschläge versetzt oder nachgearbeitet, so mancher Fensterfalz nachgehobelt werden. An den Außenflügeln erfolgt diese Arbeit bereits unter Punkt eins. An den Innenflügeln meist in Verbindung mit Punkt zwei.
  • Ästhetik
    Gemeint ist der Anstrich der nicht der Witterung ausgesetzen Fensterflächen, das Entlacken der zugekleisterten, oft schön ziselierten Beschläge, Ausbessern des Fensterkitts an den Innenflügeln.
  • Verbessern der Wärmedämmung
    Durch den Austausch der Einfachverglasung gegen spezielles Isolierglas oder den Austausch des alten Isolierglas gegen modernes mit wesentlich besseren Dämmwerten.

Altbaufenster: Restaurieren und thermisch verbessern

So gehen wir vor – die Sanierung der Fensteraußenseiten

  1. Entlacken
    Meist sind die Fenster schon x-mal gestrichen worden, Lackschichten von mehr als 1 mm sind keine Seltenheit. Maler benutzen so gerne Kunstharzlacke – die kann man dick auftragen, die Schicht überspannt auch schlecht geschliffene oder kritische Untergründe. Sieht toll aus, aber die Farbe läßt sich in Schichten abheben. Darunter kommen dann rissige Lacke, mal eben überspachtelte morsche oder auch algengrüne Stellen zum Vorschein.
    Außerdem addieren sich die Lackschichten an Flügel und Stock zu einer Stärke, die die Falzluft gegen Null setzt, jetzt „sperren“ die Flügel, auf die Bänder (Scharniere) wirken beim Schließen Hebelkräfte. (Schauen Sie mal speziell auf den Bereich , wo die Bänder am Stock anliegen…)
  2. Bestandsaufnahme
    Nun liegen Fenster und Stöcke in Ihrer nackten Schönheit vor, Schäden im Holz sind sichtbar, speziell die Wetterschenkel bedürfen einer genaueren Betrachtung. Die Holzfeuchte muss gemessen werden. Es wird gestochert und gepopelt und das weitere Vorgehen festgelegt.
  3. Austausch von Rahmenteilen
    Das klingt schlimmer als es ist – wir lieben diese kleinen OP’s.
  4. Austausch der Wetterschenkel
    Meist nicht zu vermeiden. Zwischen Wetterschenkel und Glas ist ein bei Regen- und Kondenswasser äusserst beliebter Sammelplatz, hier morschelt es meist gewaltig, dummerweise von außen lange nicht sichtbar. Algen gedeihen hier prächtig, der Fensterkitt bröselt, die Feuchte zieht in die gezapften Verbindungen und auf den Rückseiten insbes. der unteren Fensterwinkel gedeiht der Rost. (Daher zeichnen sich die Winkel auch so hübsch auf den Innenseiten ab.)
    Die neuen Wetterschenkel fertigen wir generell aus Eichenholz.
  5. Austausch der äußeren Schlagleiste
    bei zweiflügligen Fenstern ist auch eher die Regel. Sie ist im unteren Bereich meist stark verwittert und verzogen, die Nägel sind verrostet. Und sie ist, wie auch die Wetterschenkel ausschlagebend für die Regendichtigkeit der Fenster.
  6. Ausbau und Entrosten der Fensterwinkel
    sind dann nicht zu umgehen. Frisch grundiert mit Rostschutzfarbe, neu verschraubt und verspachtelt tun sie ihre Pflicht wieder unsichtbar.
  7. Fensterkitt
    Meist ist er alt und spröde, besonders auf den unteren 25 cm. Mit größter Vorsicht entfernen wir den alten Kitt. Leider kommt es dabei schon mal zu Glasbruch , da die alten, nur zwei bis drei Millimeter starken Gläser mit dünnen Nägelchen fixiert sind und diese wie Feilen an den Glaskanten wirken. Ein kleiner Stups, schon macht pling. Bevor der neue Kitt aufgetragen wird ist der
  8. Neuaufbau der Oberfläche
    an der Reihe. Die Gläser werden abgeklebt, um sie vor Lack und Schleifpapierkratzern zu schützen. Das rohe Holz wird feingeschliffenimprägniertgrundiertgespachteltgeschliffen, das Hirnholz versiegelt, noch einmal grundiert, mit Vlies geschliffen und lackiert.
    Großen Einfluß auf den Zeitaufwand für diese Arbeiten hat das gewünschte Endergebnis: sollen alle Profile wieder in alter Klarheit sichtbar sein, so müssen wir diese recht zeitintensiv von allen Lackresten befreien. Sollen die Beschäge (Bänder, Schubstangen und deren oft schön gearbeiteten Führungen entlackt werden? Dann müssen wir sie ausbauen, ablaugen, reinigen, Rostschutz auftragen, neu befestigen, die Schrauben verspachteln…
  9. Zusätzliche Dichtleisten
    an den Stockaußenseiten bei stark bewitterten Fenstern sind oft die einzige Waffe gegen Regenwasser.
    Bis Anfang der 20’ger Jahre des letzten Jahrhunderts wurden die Stockfälze rundherum gleich gearbeitet. Regenwasser, das in den Fugen zwischen Stock und Flügel herunter rinnt, gelangt zwangsläufig nach innen. Es spricht nicht gerade für große geistige Klarheit, dass den Herren Schreinermeistern über Jahrzehnte hinweg nichts besseres einfiel, als ein Loch in die innere Fensterbank zu bohren und eine herausnehmbare Auffangwanne unter der Fensterbank einzumauern. Sieht zwar hübsch aus, musste aber bei starkem Regen alle paar Stunden geleert werden.
    Hier muss ich eine kleine persönliche Anmerkung machen: Mein Volkswagen Transporter T5 hat genau aus den gleichen Gründen ein Problem mit den Schiebefenstern. Leider ist die Auffangwanne das Bodenblech. Ein Problem, das VW ganz still unter den Teppich kehrt. Den Konstrukteur würde ich persönlich haftbar machen. Leider kann ich hier keine Dichtleisten anbringen.
  10. Verfugen
    Zu guter Letzt werden die Fugen zwischen Glas und Flügel auf der Innenseite mit UV-beständigem Bau-Silikon verfugt. (Ich weiss, Acryl ist überstreichbar – aber Silikon haltbar. Und wann ist der nächste Anstrich der Fensterinnenseiten?) Ebenso werden die Stöße zwischen Wetterschenkel und Rahmenholz / Schlagleiste mit Silikon verfugt. Hier ist die Gefahr einer Rissbildung enorm groß.
  11. Ändern des unteren Stockfalzes
    Bis in die Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts wurden die Stockfälze rundum gleich gebaut. Das hatte zur Folge, dass Regenwasser zwangsläufig in das Fensterinnere rann. Statt über die Ursachen nachzudenken (nämlich die Falzgeometrie), haben unsere Vorfahren kurzerhand ein Abflussloch in die Fensterbank gebohrt und unter der Fensterbank einen Schacht mit herausnehmbaren Wasserauffangschub platziert. Das sieht zwar hübsch aus, denn die Frontblende dieses blechernen Behälters ließ sich schön verzieren, wirkte aber, wie mir ältere Kunden berichteten, bei starken Regen nur für weniger als eine Stunde.
    Drum bauen wir bei exponierten Fenstern den unteren Falz um.

Fragen und Antworten zum Thema Altbaufenster: Restaurieren und thermisch verbessern

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